Fellwechsel beim Pferd – warum er so anstrengend ist und wie du dein Pferd unterstützen kannst
Wenn die Tage kürzer werden, beginnt für unsere Pferde eine echte Hochleistungsphase: der Fellwechsel vom Sommer- ins Winterfell. Für uns Menschen bedeutet das meist nur mehr Haare auf der Pferdebürste – für den Pferdekörper ist es aber Schwerstarbeit.
Was passiert beim Fellwechsel?
Beim Baum im Herbst fallen die Blätter einfach ab. Beim Pferd ist es anders:
- Alte Haare lösen sich, gleichzeitig wachsen Millionen neuer Haare nach.
- Das neue Winterfell muss aus Proteinen (Keratin) aufgebaut werden.
- Dafür braucht der Körper Aminosäuren, Mineralien und Vitamine.
Das bedeutet: Der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren – und produziert dabei Abfallstoffe wie Ammoniak, Harnstoff, freie Radikale und Säuren, die Leber, Niere und Haut entsorgen müssen .
Welche Nährstoffe sind jetzt besonders wichtig?
- Eiweiß & Aminosäuren: Bausteine für das neue Fell.
- Mineralstoffe: Zink, Kupfer, Selen, Eisen – wichtig für Haut, Haar und Immunsystem.
- Vitamine: A, C, E und die B-Vitamine stärken Abwehrkräfte und Nerven.
- Basische Mineralien: Helfen, den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten .
- Kräuter wie Löwenzahn, Brennnessel oder Mariendistel: unterstützen Leber, Niere und Blutreinigung.
Unterschiede zwischen Pferden
- Junge, gesunde Pferde kommen mit Heu plus Mineralfutter oft zurecht.
- Ältere Pferde brauchen mehr Unterstützung, da Leber, Nieren und Darm langsamer arbeiten.
- Sportpferde haben einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien und Aminosäuren.
- Rehepferde und EMS-Pferde brauchen zucker- und stärkearme Mineralstoffquellen.
- Ekzemer und Allergiker reagieren empfindlicher und profitieren von entgiftenden Kräutern.
Typische Anzeichen von Überlastung im Fellwechsel
- Mattigkeit und Müdigkeit
- stumpfes Fell oder Hautprobleme
- Kotwasser oder Verdauungsbeschwerden
- Infektanfälligkeit
Wer solche Anzeichen bemerkt, sollte besonders auf die Mineralstoffversorgung achten – und im Zweifel den Tierarzt hinzuziehen, da auch Krankheiten wie Cushing, Hufrehe oder Ekzeme in dieser Zeit aufflammen können .
Praktische Tipps für Pferdebesitzer
✅ Hochwertiges Heu ad libitum anbieten.
✅ Auf eine ausgewogene Mineralstoffversorgung achten.
✅ Kräuter gezielt zur Unterstützung einsetzen.
✅ Ausreichend Bewegung und frische Luft fördern den Stoffwechsel.
✅ Bei älteren oder empfindlichen Pferden frühzeitig zufüttern, bevor Probleme sichtbar werden.
Fazit
Der Fellwechsel ist kein „lästiges Haare verlieren“, sondern eine körperliche Hochleistung. Dein Pferd produziert Millionen neue Haare, und das kostet Energie, Eiweiß und Mineralien. Mit guter Fütterung, Kräutern und einem Blick auf die individuellen Bedürfnisse kannst du deinem Pferd diese Zeit erleichtern – für ein glänzendes Fell und ein starkes Immunsystem.
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